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Nachfolge von Nordkirchen-Landesbischof Gerhard Ulrich

Regionalbischöfin Kühnbaum-Schmidt und Propst Melzer stellen sich zur Wahl

Regionalbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Foto: Karina Erdmann) und Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer (Foto: Bernd Jonkmanns).
24.05.2018 ǀ Schwerin/Kiel.  Die Kandidaten für die Nachfolge von Nordkirchen-Landesbischof Gerhard Ulrich (67) stehen fest. Wie die Nordkirche mitteilte, sind es die Regionalbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (53) aus Meiningen (Thüringen) und Propst Karl-Heinrich Melzer (60) aus Hamburg. Die Landessynode wird am 27. September im Lübecker Dom zur Wahl zusammenkommen. Gerhard Ulrich tritt Anfang April 2019 in den Ruhestand.

Pröpstin Kristina Kühnbaum-Schmidt ist seit 2013 Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für den Propstsprengel Meiningen-Suhl. Sie wurde 1964 in Braunschweig geboren und studierte evangelische Theologie in Göttingen und Berlin. Nach dem ersten theologischen Examen, einer Tätigkeit als Hochschulassistentin für Neuere und Neueste Kirchengeschichte und dem Vikariat legte sie die zweite theologische Prüfung in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig ab und wurde dort 1995 ordiniert.

Von 1995 bis 2002 arbeitete sie in Braunschweig als Pfarrerin in der Kirchengemeinde Wichern, dann in der Propstei-Pfarrstelle für Öffentlichkeitsarbeit und ab 2004 in der Kirchengemeinde St. Petri. Ab 2009 war sie zusätzlich pastoralpsychologische Beraterin und Supervisorin ihrer Landeskirche und Dozentin für Seelsorge am Predigerseminar. 2015 wurde sie in die Leitung der Vereinigten Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gewählt. Zudem gehört sie zum Beirat der Führungsakademie für Kirche und Diakonie in Berlin. Kristina Kühnbaum-Schmidt ist Sprecherin von Rundfunkandachten beim MDR. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.

Melzer wurde 1999 zum Propst gewählt

Der promovierte Theologe Karl-Heinrich Melzer ist seit 2009 Propst im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Er wurde 1958 in Kiel geboren. Dort studierte er evangelische Theologie und Geschichte. Nach dem Vikariat und der zweiten theologischen Prüfung in der nordelbischen Kirche wurde er 1990 ordiniert. Anschließend arbeitete er bis 1999 als Pastor in Wahlstedt und ab 1992 im Nebenamt als Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises Segeberg. 1999 wurde er zum Propst im Kirchenkreis Niendorf gewählt.

Karl-Heinrich Melzer gehört den Leitungsgremien mehrerer diakonischer Einrichtungen und des Evangelischen Presseverbandes Norddeutschland GmbH an. Er ist Ständiger Vertreter der Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Vorstandsvorsitzender des Kirchenkreisverbandes Hamburg, Mitglied der Landessynode und der Kirchenleitung der Nordkirche. Melzer ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Vorstellung im Schweriner Dom

Präses Andreas Tietze sagte, die beiden Kandidaten seien zwei Persönlichkeiten "mit sehr gutem Ruf, ausgeprägtem theologischen Profil und großer Leitungserfahrung". Er freue sich besonders, "dass wir den Synodalen eine Kandidatin und einen Kandidaten präsentieren können".

Propst Melzer wird sich am 26. August und Regionalbischöfin Kühnbaum-Schmidt am 2. September in einem Gottesdienst im Schweriner Dom vorstellen. Anschließend stehen die Kandidatin und der Kandidat für Nachgespräche zur Verfügung. Außerdem stellen sich beide mit selbst gewählten Vortragsthemen im Dorothee-Sölle-Haus in Hamburg der Öffentlichkeit vor: Karl-Heinrich Melzer am 30. August (19 Uhr) und Kristina Kühnbaum-Schmidt am 5. September (19 Uhr).

Weitere Kandidaten-Vorschläge möglich

Laut Bischofswahlgesetz können noch weitere Kandidaten benannt werden, hieß es. Sie müssten bis spätestens 22. August von einem Viertel der 156 gesetzlichen Mitglieder der Landessynode unterstützt werden und zur Annahme der Wahl bereit sind. Der Vorschlag muss beim Synoden-Präses Andreas Tietze eingereicht werden. Die bereits vorhandenen beiden Kandidaten wurden vom zuständigen Wahlvorbereitungsausschuss vorgeschlagen.

Die Amtszeit des amtierenden Landesbischofs Gerhard Ulrich endet Ende März 2019. Er hat als erster Landesbischof der neu gegründeten Nordkirche ihre Anfänge intensiv mitbegleitet. Ulrich wurde zunächst im Jahr 2009 zum Vorsitzenden der Kirchenleitung der Nordelbischen Kirche und zum Vorsitzenden der gemeinsamen Kirchenleitung der drei evangelischen Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg, Pommern ernannt. Im Februar 2013 wurde er schließlich zum Landesbischof gewählt. Sitz der Landesbischöfin bzw. des Landesbischofes ist Schwerin.
Quelle: epd/Nordkirche

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